​Wie das Coronavirus (COVID-19 / SARS-CoV-2) uns als Agentur zu Krisenmanagern gemacht hat​

Wir befinden uns in der 3. Woche, in welcher wir als digitale Agentur alle von zuhause arbeiten; Sei es in der Türkei, in Deutschland oder in den Niederlanden. Also quasi #WFH (working from home) von überall. Das Coronavirus hat nicht nur unser Leben und das Leben unserer Mitarbeiter stark beeinflusst, sondern auch das Leben unserer Kunden.

Da sich an dieser Situation leider in naher Zukunft auch, allen Prognosen zufolge, nicht viel ändern wird, müssen wir als Agentur mehr denn je versuchen, unseren Kunden die richtigen Dienstleistungen und die richtige Beratung anzubieten. Denn falsches wirtschaftliches Handeln in Krisensituationen kann einem Genickbruch gleichkommen und ist im Nachhinein auch nicht mehr gutzumachen.

Corona-Pandemie, was nun?

Wir haben Kunden aus verschiedenen Branchen, aus verschiedenen Ländern mit verschiedenen Produkten & Dienstleistungen, die verschiedene Kundentypen ansprechen. Eines haben alle unsere Kunden jedoch gemeinsam.

Seitdem immer mehr Länder von Tag zu Tag das öffentliche Leben weiter einschränken und die Bevölkerung weitestgehend zuhause beleibt, mit dem Ziel, die Verbreitung das Coronavirus zu verlangsamen, hat sich bei all unseren Kunden, das Kunden(kauf)verhalten auf einem Schlag verändert. Konsumverhalten und Nachfrage sind nicht mehr dieselben, wie vor wenigen Tagen. Genau dieses Phänomen gilt es näher zu durchleuchten und zu verstehen.

  • Was erwartet unsere Kunden in der jetzigen Situation?
  • Muss ein Strategiewechsel im Vertrieb und Marketing her?
  • Sollte alles beibehalten werden und sollte man so weiterfahren wie bisher?
  • Kann man diese missliche Lage, diesen dramatischen Einschnitt, eventuell zu seinem Gunsten nutzen?
  • Oder ist man an einem Punkt angekommen, wo man sagt, bis hierhin und nicht weiter! Sollten wir lieber den Stecker ziehen und das Ganze aussetzen?

Fragen über Fragen, die ich im Folgenden am Beispiel unserer Kunden versuchen werde zu erklären. Es geht hier vor allem darum, wie sich die Situation unserer Kunden durch die Coronavirus-Pandemie verändert hat und welche Schritte man gegenwärtig geht bzw. in den nächsten Tagen gehen wird, um sich in dieser Zeit richtig zu positionieren.

Die folgenden Informationen basieren auf Kundengesprächen und E-Mails der letzten 2 Wochen. Kundenbeispiele werden hier anonym behandelt.

Seit unserer Gründung vor 13 Jahren haben wir als Kubix Digital immer kundenorientierte, boutique Lösungen für einige handverlesene Kunden erbracht. Über die Jahre hinweg lag unsere Servicequalität stets auf einem sehr hohen Niveau. Das führte dazu, dass wir als suchmaschinen-orientierte Digitalagentur alles andere als „auswechselbar” oder “ersetzbar” waren, was konkret bedeutet, dass fast alle unserer Kunden seit vielen Jahren erfolgreich mit uns zusammenarbeiten. Aus anfänglichen sich nur auf das Business fokussierten Agentur-Kunden-Beziehungen sind mit der Zeit intensive Geschäftspartner-Beziehungen entstanden und aus einiger dieser Beziehungen sogar Freundschaften. Kurz gesagt, unsere Kunden sind uns mit der Zeit doch sehr ans Herz gewachsen und rückblickend haben wir mit genau diesen Kunden auch schon die eine oder andere Krise erfolgreich gemeistert.

Seitdem COVID-19 das globale Weltgeschehen dominiert und die Kanzlerin der Bundesrepublik Deutschland Frau Dr. Angela Merkel vorletzte Woche bei einer dramatischen Ansprache an die Nation gesagt hat, dass es sich bei der Corona-Pandemie, um „die größte Herausforderung seit dem zweiten Weltkrieg handelt“, ist spätestens jetzt wirklich ALLEN klar, dass diese Situation die lokalen Wirtschaften der Länder, die globale Weltwirtschaft, das soziale Gefüge, das Konsumverhalten der Menschen, schlichtweg das Handeln der ganzen Menschheit in der kommenden Zeit beeinflussen wird. Ausgang und Dauer ungewiss. Nun zu unseren Kunden.

Kapitulation der Tourismusbranche durch COVID-19?

Vor zwei Wochen haben wir einen unserer Kunden der im Tourismussektor tätig ist, kontaktiert. Ihm haben wir nahegelegt, dass es momentan für sein Unternehmen keinen Sinn mehr macht, Suchmaschinenwerbung zu schalten, da sich die Suchen radikal verringert haben und mittlerweile fast gegen Null tendieren. Abgesehen von den nicht vorhanden Suchen, haben Länder und komplette Regionen Flugverbote erteilt, die Grenzen geschlossen und das Reisen generell extrem eingeschränkt. Diesem Kunden konnten wir leider keine bessere Nachricht überbringen. Wir sind im Endeffekt so verblieben, dass wir die Geschehnisse beobachten, in Kontakt bleiben und bei Veränderungen, die dem Kunden ein Aufnehmen der Arbeit wieder als sinnvoll erscheint, sofort reagieren.

google trends urlaub 2020
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Automobilbranche: Weiterhin ‚Business As Usual‘ oder Strategiewechsel?

Jetzt zu einem anderen unserer Kunden, diesmal aus der Automobilbranche. Es handelt sich hierbei um einen Distributor einer asiatischen Automarke. Auch in diesem Beispiel hat sich das Suchverhalten auf Suchmaschinen stark verringert. Da es aber keine Fahrverbote oder Fahreinschränkungen auf Länderebene gibt, abgesehen von Regionen, die einer Quarantäne unterliegen, darf mit PKWs weiterhin gefahren werden.

Hier einige strategische Schritte im SEA und SEO-Bereich, die wir unserem Kunden vorgeschlagen haben und auch direkt umsetzen konnten:

Um der sinkenden Nachfrage gerecht zu werden und das vorhandene Werbebudget der jetzigen Lage angemessen anzupassen, haben wir uns mit dem Kunden dazu entschlossen im Bereich Google Ads Display Kampagnen und YouTube Kampagnen zu stoppen. Hinzu kommt, dass wir die ‚Local Ads‘ Werbung auch gestoppt haben, da es in der jetzigen Situation kein Sinn gemacht hätte, Suchende zu den Autohäusern weiterzuleiten, da in der jetzigen Lage zukünftige Autokäufer in der gegenwärtigen Situation einer Ansteckungsgefahr aus dem Weg gehen wollen. Neben diesen Maßnahmen wurden die generischen Kampagnen im Bereich „Search“ auch gestoppt. Momentan sind nur noch die „Brand-Kampagnen“ unseres Kunden aktiv.

Im Bereich SEO haben wir den Schwerpunkt von lokaler SEO auf Content-Generierung verlagert. Hier versuchen wir den Content-Bereich zu pushen, um Inhalte bereitzustellen, die von potentiellen Kunden in der jetzigen Situation gelesen werden.

In Newslettern, auf der eigenen Webseite, speziellen Landingpages, im Bereich Social Media etc. werden verschiedene Informationen mit den potentiellen Kunden und Bestandskunden geteilt, die von Interesse sein könnten. Es wird einerseits versucht weiterhin die Autos v.a. über die SM Kanäle so gut es geht auf „normale“ Art und Weise zu präsentieren (jedoch wird darauf aufmerksam gemacht, dass zwar Mobilität mit einem neuen PKW gut und schön ist, es momentan ratsam wäre lieber zu Hause zu bleiben), andererseits versucht man jetzt auch mehr auf Hygiene-Themen aufmerksam zu machen, indem man Tipps und Informationen teilt. Wie kann man das Interieur eines PKWs sauber halten bzw. desinfizieren? Es werden Informationen über Leihwagen der Marke geteilt, dass diese vor bzw. nach einer Miete komplett desinfiziert werden. Des weiteren teilt man Informationen, dass die Händler sich an sehr strenge Hygienevorschriften halten, also Kunden beispielsweise bei einem Servicetermin bzw. bei einer Reparatur sich keine Sorgen über Hygienemängel machen müssen.

Wegen der jetzigen Lage haben wir es unserem Kunden nahegelegt mehr Zeit in Branding und Social Responsibility zu stecken und weniger den Verkauf in den Vordergrund zu stellen. Genau das macht unserer Kunde jetzt auch und genau das ist die richtige Strategie auch in unseren Augen. Er versteckt sich nicht, er zeigt sich. Er zeigt, dass auch er seinen Beitrag dazu steuert, um der Corona-Pandemie so gut es geht entgegenzutreten.

Zu guter Letzt etwas noch zu den Google-My-Business (GMB) Konten unseres Kunden und ihrem Händlernetzwerk. Wir haben allen, ca. 50 Händlern, die Informationen gegeben, dass die GMB-Konten editiert werden sollten, um Kunden aktuelle Informationen mitzuteilen, wie zum Beispiel über veränderte Öffnungszeiten wegen der Pandemie oder die Art und Weise, wie vor Ort beim Händler mit dem Coronavirus umgegangen wird. Dies wurde auch schnell aufgenommen und umgesetzt, was auch zeigt wie wichtig Teamarbeit in der jetzigen Situation ist.

Unser Kunde aus London: „Und wir dachten Brexit wäre das schlimmste, aber das übertrifft alles.“

Eines unserer englischen Kunden ist eine Sprachschule, die es bereits seit über 100 Jahren gibt. Diese Schule bietet normalerweise Englisch-Sprachkurse für Fachleute, Unternehmen und Organisationen sowie Trainings für Kommunikation von Führungskräften an. All diese Leistungen werden vor Ort in ihren Sprachschulen in England angeboten. Neben einer Vielzahl von Kunden aus dem Vereinigten Königreich, bezieht die Schule vor allem Kunden aus dem Ausland, so dass sich unser Kunde auch um deren Unterkünfte kümmert. Kurse reichen von einigen wenigen Tagen, über Wochen bis hin zu einigen Monaten. Das kommt natürlich ganz darauf an, was für Leistungen der Kunde von der Sprachschule bezieht.

Die erste einschneidende Hiobsbotschaft für die Sprachschule kam ein paar Wochen vor der Coronavirus-Pandemie. Unmittelbar nach der Entscheidung der Briten, die EU zu verlassen, hat sich dieses historische Ereignis direkt auf bestehende Buchungen und Buchungen neuer Kurse ausgewirkt.

Vor allem potentielle Kursteilnehmer aus dem Ausland haben keine Kurse mehr gebucht, da es für sie begann ungewiss zu werden, ab wann es Einreisebeschränkungen ins Vereinigte Königreich geben wird, und wie es zukünftig mit Reiserichtlinien aussieht. Gebuchte Kurse wurden storniert, da Visaanträge auf Eis gelegt wurden bzw. seitens der Behörden komplett gelöscht wurden. Hinzu kam, dass schon gebuchte Kursteilnehmer aus Eigeninitiative bestehende Kurse abgesagt haben, um zukünftigen Einreiseproblemen aus dem Weg zu gehen.

Während und unmittelbar nach der heißen Phase der Brexit-Entscheidung wurde es für uns als Agentur immer schwieriger neue Leads über Suchmaschinenwerbung, sei es regional und auch international, für unseren Kunden zu generieren. Den „Cost-per-Lead“ weiterhin so niedrig wie möglich zu halten, war für uns das oberste Ziel, jedoch führten vermehrt Stornierungen zu einem Anstieg der Kosten, was natürlich eine logische Konsequenz aus der gegenwärtigen Situation war. In diesem Zusammenhang war es nunmehr immens wichtig, Entscheidungen basierend auf richtig gemessene Zahlen zu machen. Damit das geschieht, mussten Rückerstattungen als Resultierende vermehrter Stornierungen im Bereich Analytics gemessen und zugeordnet werden können. Um Transparenz zu bekommen, musste jeder Verkauf, der im Nachhinein storniert wurde, in Zusammenhang gebracht werden, damit aus unternehmerischer Sicht der entstandene bzw. nicht entstandene Umsatz nachvollziehbar werden konnte. Ziel war es, genauere Zahlen zu bekommen, um basierend auf den Zahlen richtige Marketing- und Vertriebsentscheidungen zu treffen.

Die Krise in der Krise (erst BREXIT, dann COVID-19)

Kaum hatte man sich an die Geschehnisse der Brexit-Entscheidung gewöhnt und versucht das Business weiterhin so gut es geht voranzutreiben, gab es vor ein paar Wochen erste Indizien dafür, dass ein weitaus größeres Problem mit gravierenden sozio-ökonomischen Konsequenzen vor der Tür stand.

Durch die Corona-Pandemie ist die globale Mobilität fast zum Erliegen gekommen. Länder schotten sich ab, Flüge werden annulliert, Menschen gehen nicht mehr außer Haus. Totaler Stillstand. Nichts geht mehr. Für unseren Sprachkurs-Kunden glich dieser Moment, wie das Ausgehen der Flugzeugmotoren während des Flugbetriebs. Das Flugzeug ist in den Gleitflug übergangen und hat allmählich angefangen an Höhe zu verlieren. Ein Wettlauf mit der Zeit begann.

Wer schnell handelt und sich anpasst, hat größere Chancen zu überleben: „Survival of the fittest!“

Gegenwärtig stellt unser Kunde komplett auf E-Learning um, und wir als Agentur stehen im engen Kontakt, sei es über E-Mail, Telefon oder Google Hangouts. Wir geben unserem Kunden Hilfestellung, wie er seine neuen Online-Produkte über alle verfügbaren Kanäle am besten kommunizieren und vermarkten kann. Basierend auf den Entscheidungen versuchen wir gegenwärtig unsere Google Ads Werbung anzupassen. Anzeigen-Texte, Suchbegriffe und Erweiterungen (callouts, sitelinks) werden dementsprechend optimiert. Location Extensions haben wir direkt komplett aufgehoben.

virtual english search trends
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Retail-Kunden mit Offline-Stores haben es während der Corona-Krise extrem schwer

Als nächstes Beispiel möchte ich gerne einen unserer Retail-Kunden nennen. Dieser Kunde ist eines der führenden Marken im Bereich Brautmoden und Abendkleider. Wir arbeiten mit unserem Kunden seit mehr als 8 Jahren erfolgreich zusammen. Über die Jahre hinweg nahm der Online-Store kontinuierlich an Wichtigkeit zu. Jahr für Jahr stieg der Umsatz und der Gewinn über das Online-Geschäft. Hinzu kam, dass über die Webseite die Online-Beratungen stark angestiegen sind und potentielle Kundinnen ihre Termine in den verschieden Offline-Stores gebucht haben. Logischerweise ist ein Brautkleid-Sales-und-Service-Cycle alles andere als kurz. Es wird beraten, anprobiert, ausgesucht, gekauft, maßgeschneidert, wieder anprobiert, nachjustiert, nochmal anprobiert, vielleicht wieder nachjustiert und erst dann der Prozess abgeschlossen. Tja klar, man geht ja auch nicht jeden Tag ein Brautkleid kaufen. Aber wenn man es tut, dann kann man eine Menge über guten Kundenservice und “emotionalem Kaufen” lernen. Tatsächlich sind Frauen bereit, für ein Kleid, das sie in einem anderen Geschäft für billiger hätten kaufen können, mehr zu bezahlen - alles nur aufgrund der Art und Weise, wie die Verkäuferin eines Geschäfts die potentielle Kundin hat fühlen lassen. Dies fällt dann natürlich direkt flach mit der Covid-19 Pandemie.

16. März 2020 – und die Geschäfte sind zu!

Nachdem der Entschluss gefasst wurde Geschäfte und Shopping-Malls komplett zu schließen und nur noch Geschäfte offen zu lassen, die für die direkte Versorgung der Bevölkerung dienen, musste auch unser Kunde seine Geschäfte geschlossen halten, was dazu führte, dass von einem Tag auf den anderen der Offline-Umsatz weggebrochen ist.

Der einzige Store, der seit letzter Woche noch offen hat, ist der Online-Store, und genau hier kommen wir ins Spiel.

Auch bei diesem Kunden haben wir aufgrund der Corona-Pandemie auf den Krisenmanagement-Modus umgeschaltet, führen regelmäßig Gespräche und Telekonferenzen in 3 verschiedenen Zeitzonen, schreiben detaillierte E-Mails und versuchen, basierend auf den gegenwärtigen Geschehnissen, unsere Serviceleistungen zu optimieren. Ziel ist es, mit verschiedenen Ansätzen den Onlineverkauf am Leben zu erhalten.

Bevor die Coronavirus-Krise voll eingeschlagen ist, waren kostenlose Warensendung bis zu einem bestimmten Warenwert nicht kostenfrei. Seit der Krise wird jeder Versand kostenlos vollzogen, egal, wie hoch oder niedrig der Warenwert ist. Des weiteren übernimmt die Marke alle Retourkosten. Genau diese Maßnahmen werden jetzt gerade auch weltweit in der Retailbranche umgesetzt.

Obwohl es zu einem Gewinn- und zu einem Umsatzeinbruch wegen der geschlossenen Geschäfte gekommen ist, hat die Marke zusätzlich die Preise im Onlinestore im Durchschnitt um 30% reduziert, damit potentielle Kundinnen einen weiteren Anreiz erhalten, um im Online-Store zu kaufen.

Wie schon oben geschrieben, handelte es sich beim Kauf von Brautkleidern, um einen längeren Prozess, da viele Faktoren, wie bei anderen Produkten auch, eine Rolle im Kaufprozess spielen. Hinzu kommt jedoch, dass ein Brautkleid „normalerweise‘ einmal im Leben gekauft und getragen wird. Aus diesem Grund sind die Entscheidungsfindung, das Abwägen und der finale Kauf ein etwas detaillierterer Prozess. Da aber die Offline-Stores nicht mehr geöffnet haben, sind wir gemeinsam mit unserem Kunden zum Entschluss gekommen, im Onlinebereich die etwas schlichteren Brautkleider mehr zu bewerben, also die Art von Brautkleidern, bei denen der Kaufprozess unkomplizierter ist. Da es sich bei den Kleidern vom Preis her auch um preiswertere Produkte handelt, erhofft man sich, den Umständen entsprechend, einen guten Verkauf über den Online-Store.

Eine weitere Neuigkeit, um in dieser schwierigen Zeit den Absatz weiter zu fördern, ist die Möglichkeit, über den Online-Shop gekaufte Kleider, zukünftig im Offline-Store kostenlos ändern zu lassen, sobald die Offline-Stores wieder öffnen werden. Basierend auf dieser Entscheidung, hat unser Team letzte Woche angefangen die nötigen Umstellungen im Google Ads Konto unseres Kunden vorzunehmen.

Genau diese Anpassungen und kundennahen Lösungen sind es, die später die Marke noch weiterhin wettbewerbsfähig sein lassen wird. Klar ist, dass bei der Kaufentscheidung von genau diesen “emotional-behafteten” Produkten es wichtig ist, jetzt die Retouren-Zeiten zu verlängern und auf seiten der Kundinnen zu begeben. Das führt zu intensiven Bindungen und Markenloyalität.

Da wir unseren Kunden auch im Bereich SEO unterstützen, konnten wir anhand fortlaufender Keyword-Recherchen erkennen, dass seit Ausbruch des Coronavirus und seit Schließung der Geschäfte, sich neben dem Kaufverhalten auch das Suchverhalten potenzieller Kundinne verändert hat. Basierend auf dieser Tatsache, haben wir unserem Kunden den Vorschlag gemacht eine spezielle FAQ-Seite zu erstellen, die explizit die Themen erörtert und die Fragen beantwortet, die in direktem Bezug zu den Geschehnissen zum Coronavirus stehen. Hier werden Kundinnen über Themen wie kostenloser Versand, kostenlose Retouren, Garantien, Maß-Änderung der Kleider, Hygienestandards bei Produktion und Versand und über eine Vielzahl anderer Themen aufgeklärt. Das Bereitstellen informativer, relevanter und aktueller Inhalte führt zu einer besseren User-Experience, beantwortet Fragen und hilft den Kundinnen sich richtig zu entscheiden.

Die Corona-Pandemie ein Alptraum für Unternehmen – Das gilt aber nicht für alle

Man mag es kaum glauben, aber wie in jeder Krise gibt es nicht nur Unternehmen, die sich z.T. schwertun und Schwierigkeiten haben, sondern ganz im Gegenteil auch Unternehmen, deren Business mehr denn je floriert. Auch wir haben Kunden, die sich über gestiegenen Umsatz, gestiegene Verkäufe und einem positiven ROI freuen können. Natürlich handelt es sich hier um einige wenige Unternehmen, aber die gibt es und eins dieser Unternehmen ist ein Kunde von uns, der aus den USA kommt.

Dieser Kunde ist spezialisiert in E-Learning-Produkte für Kinder und bietet pädagogische Ressourcen und hochwertige Lernprogramme an. Hier lernen Kinder auf der ganzen Welt spielerisch neue Sprachen. Anfang März haben wir schon einen Anstieg der Online-Umsätze im Bereich Google Ads verzeichnen können, jedoch stieg der Online-Umsatz jetzt exponentiell. Vor allem haben sich Abverkäufe in den letzten 2 Wochen fast vervierfacht. Aus diesem Grund haben wir das Google-Ads-Budget dem Suchpotenzial angepasst und angefangen weitere internationale Märkte zu bewerben.

Den Anstieg der Nachfrage versuchen wir auch im Bereich SEO gerecht zu werden. Aus diesem Grund haben wir unserem Kunden den Vorschlag gemacht neue Unterseiten auf der Webseite zu erstellen, die auf Inhalte zur aktuellen Lage ausgerichtet sind. Ziel ist es bessere Inhalte für potentielle Kunden bereitzustellen, den Abverkauf der Lernprogramme über die Webseite zu steigern und hoch relevante Inhalte im Bereich der organischen Suchresultate seitens der Suchmaschinen indexieren zu lassen.

Bei diesem Kunden können wir zu 100% sagen, dass sich die Coronavirus-Krise und die weltweite Schließung von Schulen nicht als Krise, sondern als Umsatzbeschleuniger ausgewirkt hat, da Eltern mit Lernprogrammen wie diesen versuchen, den fehlenden Unterrichtsstoff zu kompensieren und der Versuch unternommen wird Kindern produktive Inhalte über Endgeräte, während ihrer Zeit zu Hause, zur Verfügung zu stellen.

Analytisc ecommerce data for kids learning app
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Durchhalten und bloß nicht den Fokus verlieren

Basierend auf Telefongesprächen und Telekonferenzen mit Kunden, anderen Agenturen, Freunden und Bekannten, die auch wie wir im digitalen Bereich tätig sind, kann ich nur sagen, dass die Bereitschaft aller involvierten Parteien sehr hoch ist, diesen Alptraum gemeinsam so gut es geht durchzustehen.

Momentan gibt keinen, der den Kopf hängen lässt auch wenn es einen natürlich psychologisch sehr belastet. Der Wille, diese Krise so gut es geht zu überstehen, ist bei allen vorhanden. Jedoch darf man in diesem Zusammenhang nicht vergessen, dass wir uns alle erst seit kurzer Zeit in dieser Krisensituation befinden. Schaut man sich die Entwicklung der Pandemie an, wie stark Menschen, Regionen, ganze Länder in Mitleidenschaft gezogen werden, ist es nicht schwer zu prognostizieren, dass dieser „Stresstest“ nicht so schnell zu Ende gehen wird. Das bedeutet leider auch, dass die Wahrscheinlichkeit sehr hoch ist, dass man ohne einen „langen Atem“ die Krise nicht überstehen wird.

Es wird viele Unternehmen, viele Marken geben, die alle Marketing- und Vertriebsambitionen auf ein Minimum reduzieren werden oder sogar komplett einstellen werden, mit dem Ziel vielleicht gerade noch vorhandene Rücklagen anderweitig zu nutzen.

Unternehmen werden vielleicht auch diese Zeit nicht überleben und ihr Business einstellen und Insolvenz anmelden. Das führt wiederum dazu, dass Agenturen Personal entlassen oder komplett schließen werden. Freelancer werden keine Aufträge mehr bekommen. Was wir jetzt auch vermehrt sehen sind Kurzzeit-Arbeitsmodelle, die in Deutschland und in der Türkei langsam aber sicher umgesetzt werden.

Außergewöhnliche Situationen verlangen außergewöhnliches Verhalten

Die rasante Ausbreitung von COVID-19 ist so extrem, dass täglich, z.T. auch in kürzeren Zeitabständen, neue Maßnahmen auf Regionaler- und Länderebene getroffen werden, die unser aller Leben und in diesem Zusammenhang auch die Wirtschaft nachhaltig beeinflusst werden. Das bedeutet, dass wir als Agentur in dieser Krisensituation mehr denn je im Kontakt mit unseren Kunden stehen müssen, um relevante Informationen zu bekommen, wie sich die Situationen für sie verändert.

Basierend auf diesem Feedback versuchen wir auf unserer Seite alle nötigen Hebel in Gang zu setzen, sei es im Bereich Suchmaschinenwerbung, Suchmaschinenoptimierung (SEO) oder Content Marketing, um unsere Kunden so gut es geht im digitalen Bereich zu unterstützen.

Vorausschauendes unternehmerisches Handeln - Darauf kommt es an und zwar JETZT!

Da wir uns alle in einer vorher nie dagewesenen Situation befinden und wir davon ausgehen können, dass diese nicht unendlich gehen wird, müssen wir als digitale Agentur, aber auch unsere Kunden, also gemeinsam, uns Gedanken machen, wohin die Reise geht, um zukünftig wieder in den Normalmodus wechseln zu können.

Welche Hausaufgaben müssen gegenwärtig erledigt werden, damit man stärker denn je alle seine Kompetenzen zukünftig voll ausschöpfen kann?

Nebst unseren Hauptaufgaben versuchen wir natürlich auch mit Rat und Tat zur Seite zu stehen, auch wenn es sich manchmal um Sachen handelt, die nicht im direkten Zusammenhang zu unseren Serviceleistungen stehen. Das sind wir unseren Kunden und uns selbst schuldig, dafür arbeiten wir einfach schon viel zu lange mit allen zusammen. Wir sehen dies als selbstverständlich und menschlich an. EMPATHIE wird jetzt groß geschrieben und Gesten wie diese werden geschätzter denn je sein und bestimmt auch nicht vergessen. Das ist zumindest unsere Sichtweise und repräsentiert unsere Unternehmenswerte.

Ob all unsere Bemühungen im Endeffekt etwas bringen werden, wird die Zeit zeigen, jedoch einfach zu kapitulieren ist für keinen von uns eine Option.

Der Wille, die Corona-Krise zu überstehen ist da und die Hoffnung auch. Also packen wir es gemeinsam an!


PS.: Wenn Du/ihr mehr wissen wollt, wie wir das alles momentan meistern, könnt ihr uns gerne jederzeit kontaktieren.

Şafak Ebcinoğlu
02 Apr. 2020

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